Lions-Club

Der Lions Club Wattenscheid ist der verlässlichste Partner und Sponsor der OGS Günnigfeld. Seit vielen Jahren finanziert der Lions Club das Projekt „Psychomotorische Förderung einschl. Eltern- und Netzwerkarbeit“ an unserer Schule.

 

Dieses Projekt hat durch eine Anschubfinanzierung der Stadt Bochum und finanzieller Beteiligung des Lions Clubs einen festen Platz bei uns gefunden.    Als für die Stadt Bochum das Nothaushaltsrecht eingeführt wurde, hat sich der Lions Club bereit erklärt, die Nachhaltigkeit dieses Projektes zu sichern.

Psychomotorische Förderung wird eingesetzt für Kinder mit verschiedensten sprachlichen und kulturellen Hintergründen, deren Schullaufbahn auf Grund von Entwicklungsverzögerungen in verschiedensten Bereichen gefährdet ist.

 

Die Psychomotorik wird an unserer Schule als ein grundlegender Bestandteil der ganzheitlichen, körperlichen und geistigen Entwicklung eines Kindes gesehen. Bewegung und Wahrnehmung haben einen großen Einfluss auf die kindliche Psyche und somit auf das Erleben und Handeln eines Kindes.

 

Psychomotorische Förderung an unserer Schule ist Bewegungs – und Wahrnehmungsförderung mit einem multi-sensoriell orientierten Ansatz, um die physische, psychische und soziale Entwicklung eines Kindes zu unterstützen und die Lernvoraussetzungen zu verbessern.

 

In den letzten Jahren haben die veränderten Lebensbedingungen in der heutigen Gesellschaft zu einem deutlichen Anstieg der Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Lerndefiziten geführt.  Laut Einschulungs-untersuchungen des Gesundheitsamtes sind in unserem Sozialraum zurzeit rund 40 % aller Kinder eines Jahrgangs betroffen.

 

Kinder werden heute in eine Welt hineingeboren, die immer komplizierter und technisierter, aber auch immer bewegungsfeindlicher wird. Fernsehen und Computer stehen für eine Ersatzwelt; direkte Erfahrungen aus der Umwelt fehlen den Kindern immer mehr. Mangelnde Bewegung und Wahrnehmung beeinträchtigen die kindliche Entwicklung, so dass es häufig zu Störungen im Lern – und im Sozialverhalten kommt.

 

Psychomotorische Förderung an unserer Schule soll Bewegungs – und Wahrnehmungsstörungen nicht nur vorbeugen, sondern auch da fördern, wo schon Defizite aufgetreten sind. Die Ganzheitlichkeit von Bewegen, Wahrnehmen, Erleben, Fühlen und Handeln soll dazu führen, dass Kinder individuell in ihrer Gesamtpersönlichkeit, in ihrer Sozialkompetenz und in ihrer Kommunikation gestärkt werden. Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, sowohl alleine als auch im Team, nicht durchlebte Erfahrungsreize in den sensorischen Entwicklungsbereichen (wie taktil, kinästetisch, vestibulär, visuell und auditiv) nachzuholen und zu automatisieren. Ziel ist es, Entwicklungsblockaden und  Störungen zu mildern und im besten Falle aufzulösen.

 

Um Kinder psychomotorisch fördern zu können, ist eine intensive Analyse des Entwicklungsstandes (siehe auch Schuleingangsdiagnostik) erforderlich. Diese wird bereits 1/2 - 3/4  Jahr vor der Einschulung und dann jeweils zu Beginn eines Schuljahres durch ein Diagnoseteam unserer Schule (Grundschullehrer, Förderschullehrer und weitere Fachkräfte) durchgeführt. Nach einem Auswertungsgespräch erfolgen die Gruppeneinteilung und die Erstellung des individuellen Förderplans. Dieser wird zweimal jährlich durch eine Verlaufsdiagnostik überprüft.

 

Die Psychomotorische Förderung findet in unserem Bewegungsraum in äußerer Differenzierung in Kleingruppen statt, durchgeführt durch die Fachkraft für Psychomotorik. 

 

Psychomotorische Förderung bietet die Möglichkeit, unter starker Berück-sichtigung der individuellen Lernausgangslage eines Kindes basale Lernprozesse als Voraussetzung für kognitives Lernen auf spielerische Weise über Bewegung und Wahrnehmung aufzubauen. Starke Betonung liegt auf Handlung und Kommunikation und auf der Verknüpfung der beiden Bereiche, um so auch die soziale Entwicklung zu fördern.

 

Im Rahmen der Psychomotorischen Förderung wird Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt, um auch hier die ganzheitliche Sichtweise zu beachten (Zusammenarbeit und Austausch mit Lehrern, Eltern, Ärzten und anderen Fachkräften).